Incognito through Berlin Mitte

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Über das gewollte und ungewollte Verstecktsein in einer Gesellschaft, die uns zu Lügnern und verstellten Menschen macht. Das “Incognito” Outfit ist quasi die Metapher zum Text. Eine verdunkelte Brille und ein fast komplett schwarzer Look…

DE:  Als ich diesen Titel formuliert habe, ist mir erst im Nachhinein klar geworden wie oft man eigentlich versteckt sein will oder unwillentlich einfach versteckt ist. Man wird nicht gesehen. In so vielen Lebenssituationen muss man sich immer wieder beweisen und zeigen, dass man anders, spezieller oder besser als andere ist. Ob es nun bei der Jobsuche, bei der Studienplatzauswahl oder bei der Partnerwahl ist: Überall musst du etwas Besonderes darstellen und dich quasi verstellen, um interessanter zu wirken. Letzten Endes stellt der aus der Personalabteilung einen Lügner ein, der potentielle Partner verliebt sich in jemanden, den er eigentlich gar nicht kennt und den Studienplatz kriegt man, weil man ein 5-Seitiges Essay zusammen mit 3 Korrekturlesern zur Qualifikation eingeschickt hat.

Immer wieder könnte ich hier über diese Scheinwelt schreiben, der wir ausgesetzt sind und in der wir nicht wir selbst sein können. Nehmen wir mal das einfache Medium Instagram. Alleine dort fangen immer mehr Bloggern an private Accounts zu errichten, in denen sie endlich ihre persönlichen und verrückten Bilder teilen können, die nicht perfekt und gestellt sind wie auf ihrem “beruflichen” Account. Und klar, ich habe auch mit dem Gedanken gespielt dies zu tun, weil es einem einfach irgendwann keinen Spaß mehr macht über jedes einzelne Bild 100x nachzudenken, ob man es nun postet oder nicht, weil es in den Feed passt oder auch nicht. Also rufe ich heute einfach mal zu mehr Offenheit in Sachen Persönlichkeit auf! Man sollte sich öfter trauen Fehler öffentlich zu machen und seinen eigenen Charakter zu zeigen, ohne sich zu verstellen. Man riskiert zwar das eigentliche Ziel wegen der anhaltenden Gesellschaftsnormen nicht zu erreichen, weil das der Gegenüber nicht so sieht, aber immerhin bleibt man wie man ist. Mit Fehlern und unperfekt und das ist auch gut so.

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collageleo

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I am wearing

Coat – Pepe Jeans London*
Sweater – Vintage
Pants – H&M
Shoes – Reserved
Bag – Roeckl
Shades – ASOS

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