Warsaw Update #3

personal

Ihr Lieben, es ist schon wieder länger her, dass es hier einen Post gab, aber das hat verschiedene Gründe, von denen ich euch heute erzählen möchte. Dies wird kein typisches Warschau Update, es wird persönlich…

DE:  Ich bin jetzt nun seit fast zwei Monaten in Warschau auf einem Auslandssemester und es erscheint mir als wäre gerade mal eine Woche vergangen. Leider klappt nicht alles so wie ich es mir vorgestellt habe. Das wilde Studentenleben hier macht mir ein bisschen zu schaffen. Ich bin ehrlich. Ich habe mich bisher noch nie so frei gefühlt wie hier. Keine Verpflichtungen, Parties und Spaß. Genauso fühle ich mich aber darin verloren. Irgendwie fehlt mir die Routine und ich vergesse alles um mich herum: meine alten Freunde, meine Familie in Berlin oder auch meinen Blog, der eigentlich für mich alles bedeutet. Am liebsten würde ich gerne beides verbinden. Ich möchte nichts bereuen, wenn ich mit 60 auf mein Leben zurückblicke. Ich weiß nicht, wie meine Ehrlichkeit bei euch ankommt, aber ich hoffe ihr werdet es verstehen. Mich würde interessieren wie ihr diesen Konflikt zwischen dem was ihr liebt und dem was ihr tun müsst löst? Man muss sich wohl für beides seine Zeit nehmen.
Hinzu kommen die Geschehnisse auf der Welt und im Internet. Ich glaube jeder weiß, wovon ich hier genau rede. Nachdem ich 100 Posts über die Anschläge in Paris gelesen habe, wollte ich mich nur noch distanzieren davon. Vielleicht sollte man als Blogger sein Mitgefühl zeigen, aber ich bin ein Mensch, der einige Gefühle zu gewissen Themen nicht gerne öffentlich macht. Ich habe eine Meinung, aber die behalte ich lieber für mich, denn egal was man heutzutage postet, man macht sich gleichzeitig angreifbar. Sieht es also bitte eher als Selbstschutz und nicht als Verschlossenheit gegenüber euch. Alles was ich dazu sagen kann ist, dass ich nicht glauben kann wozu Menschen fähig sind und was all diese Dinge für unsere Zukunft bedeuten.
Vielleicht waren das hier nur zerstreute Gedanken, aber ich hatte das Verlangen sie euch mitzuteilen. Dies ist kein durchgeplanter perfekter Post, sondern einfach nur ein kleiner Tagebucheintrag.

EN: Some time past and there was not any post here since a while. This is not a usual warsaw update,this time it gets a little bit personal.
Since 2 months I am in Warsaw and it feels like one week has past. The time runs so fastly that I didn`t recognize that the half of my time here is over. Unfortunately this time was not like I thought it would be. Honestly I have never felt so free like in this time. All those parties, people and fun let me be myself and live without thinking of consequences. But that is the point. I am so in this “free feeling” that I forgot my friends and family in my hometown and my work on the blog which is usually so important for me. I lost my sense of duty and my routines what makes me sad. I won`t wake up in 40 years and ask myself if I lived the most beautiful life. I would like to combine both things. But it doesn`t work. Hopefully you gonna understand my honest thoughts because I really feel guilty about that. Although I had such a big chance to write to you and to be part of this open minded world I am not happy about everything. In addition there are these terrible things happening in the world that let me distance from the internet because I can`t handle with this kind of topics in the public. I have an opinion that I am following to but it is something personal that I don`t want to share with the public because of self-protection. Hopefully you going to understand it. I am curious about your opinions. How do you handle the conflict between what you want and what you have to do?

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